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Fein gewobener Minimalismus

Montag, 05.02.2018 von Verena Zeiner

In der aktuellen Ausgabe des CONCERTO-Magazins (Nr.1/2018) gibt es folgendes Review meines Solo-Albums In Between Now And Then und des von mir kuratierten Albums Fraufeld Vol.1:

"Die junge Pianistin Verena Zeiner macht mit gleich zwei Veröffentlichungen auf sich aufmerksam: einem Soloprogramm, das im Verlauf der letzten drei Jahre eingespielt, weniger eine Entwicklung oder gar den Abschluss einer solchen dokumentiert, als vielmehr die Zeitabhängigkeit des Spielens anzeigen soll. Als eine von der Gegenwart aus gesprochene Erzählung einmaliger Ereignisse: einmal und nicht mehr. Die Klangsprache der insgesamt sieben Stücke ist weich, fragil, ein fein gewobener Minimalismus, der eher scheint, als blendet. Und obwohl Verena Zeiner von sich schreibt: "Improvisation ist Schwerpunkt meines musikalischen Schaffens", sominieren kompositionsästhetisch Motive und Themen mit klarer Identität und linearer Zeitdynamik das Gestisch-Abstrakte und die Paralysierung gerichteter Zeitabläufe, wie sie für die Improvisation typisch sind. Der Avantgarde zugewandter ist die Musik von "Fraufeld Vol.1", einer von Verena Zeiner kuratierten Einspielung, zu der sie ein Kollektiv überwiegend junger, allesamt innovativer Musikerinnen zu insgesamt 13 entweder Solo-, Duo- oder Trioformationen zusammengeführt hat.
Sara Zlanabitnig, Margarethe Deppe, Milly Groz, Susanna Gartmayer, Agens Hvizdalek, Julia Schreitl, Judith Reiter, Astrid Wiesinger, Beate Wiesinger, Sophia Goidinger-Koch, Maiken Beer, Caitlin Smith, Maria Frodl, Lisa Hofmaninger, Judith Schwarz, Ingrid Schmoliner, Christine Gnigler, Sheng-Fang Chiu, Lorina Vallaster und Judith Ferstl bieten eine kontrast- und abwechslungsreiche variative Vielfalt an Spielweisen, wie man sie für eine Anthologie erwarten darf, deren thematische Einheit einzig darin liegt, die Sichtbarkeit des musikalischen Schaffens von ästhetisch progrssiven Künstlerinnen zu erhöhen...."

In Between Now And Then
Fraufeld
Freifeld Tontraeger

Nude With Amber Necklace

Montag, 22.01.2018 von Verena Zeiner

Die wichtigste Inspiration für mein Solo-Album war die deutsche Malerin Paula Modersohn-Becker, geboren 1876. Sie hatte sich entschieden, die Herausforderung anzunehmen, ein Leben zu führen, das ihrer Zeit weit voraus war.
Mein Stück "Nude With Amber Necklace" ist speziell ihr gewidmet. Der Titel ist auch der Titel eines ihrer Gemälde, das Kunstgeschichte geschrieben hat, weil es der erste weibliche Selbst-Akt einer Malerin war. Es entstand am 25. Mai 1906, an ihrem 6. Hochzeitstag, allerdings weit weg von ihrem Mann, in Paris, wo sie immer wieder längere Zeit verbracht hatte, um sich als Künstlerin zu entwickeln. Unabhängig - zumindest im Geiste. Denn sie erkannte auch, dass sie es finanziell alleine nie schaffen wird und ging zurück nach Worpswede, um bei ihrem Mann zu leben.
Dort starb sie im November 1907, mit nur 31 Jahren, etwa zwei Wochen, nach der Geburt ihres ersten Kindes..
Erst nach ihrem Tod erkannten ihre Familie, FreundInnen und ZeitgenossInnen den vollen Umfang und die Qualität ihres Lebenswerks..

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Klio beim Kick Jazz-Festival

Montag, 11.12.2017 von Verena Zeiner

Am 18. Dezember 2017 spielt Klio ein Set im Wiener Porgy&Bess und wird damit Teil des Festivals Kick Jazz sein.

"Nach der sehr erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr heißt es auch in diesem Dezember wieder: Vorhang auf für die junge österreichische Jazzszene. Das Festival KICK JAZZ geht vom 18. bis zum 19. Dezember in seine zweite Runde und richtet im PORGY & BESS erneut zwei Abende lang seine Scheinwerfer auf das musikalisch lebendige, rege, stilistisch offene, vielfältige und innovative Treiben im jungen österreichischen Jazzuniversum.

Es hat sich mittlerweile auch in anderen europäischen Ländern herumgesprochen, dass sich in der österreichischen Jazzszene etwas tut, und zwar sehr viel und auf höchstem Niveau. Die Zahl der jungen MusikerInnen, Bands und Ensembles, die sich außerhalb ihrer Heimat einen Namen machen konnten, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Man denke nur an David Helbock, Mario Rom‘s Interzone und Kompost 3. Es wird international mittlerweile wahrgenommen, was hierzulande passiert, was nicht alles musikalisch Hochwertiges mit eigener Note hier entsteht. Österreichische Acts sind gefragt, sie werden zu namhaften Festivals eingeladen, gastieren in den angesagten Jazzclubs des Kontinents und kommen immer mehr bei bedeutenden internationalen Labels unter.

Kick Jazz will dieser überaus erfreulichen Entwicklung Rechnung tragen. Wie auch schon bei der ersten Ausgabe des Festivals erhalten auch bei der zweiten Auflage sechs hoffnungsvolle und vielversprechende Formationen der jungen Generation die Gelegenheit, sich dem Publikum zu präsentieren. Aber nicht nur das. Kick Jazz soll den Musikerinnen und Musikern auch dazu dienen, sich die Tore hin zum europäischen Jazzparkett zu öffnen. Daher werden – wie auch schon im vergangenen Jahr –internationale PromoterInnen, BookerInnen und FestivalbetreiberInnen geladen sein, um sich ein Bild von der großen Qualität der hiesigen Szene zu machen." (mica, Michael Ternai) mehr...

Solo Album Teaser

Dienstag, 05.12.2017 von Verena Zeiner

Erhätlich ist das Album hier:
https://www.freifeldtontraeger.com/shop
(als physischer Tonträger ebenso, wie digital)

Weitere Infos und Hörproben: In Between Now And Then

Fraufeld Vol.1 - Review

Donnerstag, 16.11.2017 von Verena Zeiner

Xavier Plus schreibt im Skug - Journal für Musik:

"»Zur Sicht- und Hörbarmachung von Musikerinnen«, so beschreibt sich die 23. Veröffentlichung des Wiener Labels Freifeld Tonträger, die am 16. Oktober 2017 in Wien präsentiert wurde. 13 Stücke österreichischer Musikerinnen sind auf dieser CD versammelt, kuratiert von Verena Zeiner und aufgenommen von Labelbetreiber Alexander Yannilos. Das erste Stück, ein Duo zwischen der Kuratorin Verena Zeiner am Klavier und Maria Frodl am Cello, eröffnet den Sampler mit Ordnung und Gelassenheit, ein am Anfang stehender Kontrapunkt zum darauffolgenden Programm. Es gibt Ausflüge in die am weitesten voneinander entfernten Ecken der Musik, sowohl sonorisch als auch geografisch. Sperrig aber zugleich nervenzerreißend spannend ertönt beispielsweise Susanna Gartmayers Kontra-Alt-Klarinette. Ein wunderschönes, kammermusikalisch anmutendes Duett von Juju (Julia Schreitl, Saxophon, und Judith Reiter, Bratsche/Stimme) oder der Solo-Kontrabass von Judith Ferstl in »Tillsammolero« erlauben Ruhepausen und kompromisslose Schönheit als Kontrapunkt zu Dissonanz-Meisterwerken wie »Close enough to exist apart« von VIVID Consort. Besonders hervorheben möchte ich das bereits erwähnte Duett zwischen Verena Zeiner und Maria Frodl, »What we don’t say«. Die beiden Musikerinnen fließen geradezu durch Zeiners Komposition und funktionieren dabei wie eine Einheit. Während Zeiner zu Beginn des Stücks die Richtung vorgibt, übernimmt Frodls Cello im Laufe der Komposition das Ruder, aber am Ende kommen sie beide gemeinsam an. Im Gegensatz dazu scheinen sich Susanna Gartmayer und Agnes Hvizdalek im Stück »Helium-Muehle« geradezu zu bekämpfen. Das Schlusslicht der Platte, »Act of Going« von Astrid und Beate Wiesinger (Saxophon und Kontrabass) beschließt »Fraufeld Vol. 1« mit einem Element, das im Verlauf des Albums eher selten ist: ein Groove, der zum Mitschnippen/-klatschen einlädt. Beate Wiesinger, die auch auf der kürzlich erschienenen Debut-CD des Ensembles Das Kammerer OrKöster als Frau hinter den Grooves fungiert, bringt das Album zusammen mit dem Saxophon von Astrid Wiesinger zu einem fulminant groovenden Ende. Die Musikerinnen, die auf diesem Album Kostproben ihres musikalischen Schaffens präsentieren, sind allesamt integre Teile der heimischen Vielfalt in der Musik und genau das wird hier eindrucksvoll verdeutlicht. Die Titelabfolge ist mit Bedacht gewählt, sodass kein Stück fehl am Platz wirkt, aber dennoch jede einzelne Komposition heraussticht und für sich alleine steht. »Fraufeld Vol. 1« ist somit ein Sampler, der nicht nur musikalisch beeindruckt, sondern auch eine enorm wichtige Rolle als verbindendes Element in der österreichischen Jazzszene einnimmt."

Alle Infos zu Fraufeld: www.fraufeld.at

Solo-Releasekonzert in Bildern

Donnerstag, 16.11.2017 von Verena Zeiner

Vielen Dank an die zahlreichen BesucherInnen des Konzerts anlässlich der Veröffentlichung des Solo-Albums "In Between Now And Then".
Mitgestaltet wurde es von Emily Stewart (Violine) und Stefan Voglsinger (Harmonium und Elektronik).

Das Album ist bei Freifeld Tonträger erschienen und erhältlich.

"Ihre neueste Veröffentlichung hat Verena Zeiner aus gutem Grund "In Between Now And Then" getauft. In sieben Solo-Klavier-Stücken verewigt sie einen zweijährigen Zeitraum der Aufbruchsstimmung und Entwicklung. Drei verschiedene Aufnahmen, Ort und Flügel sind durch geräuschhafte, elektro-akustische Fäden zu einem Album verwoben, das auf pulsierende Weise Momente von Hoffnung, Ruhe und Schönheit, genauso wie Melancholie und Dunkelheit plastisch abbildet.
Es ist ein intimer aber umso wirkungsvollerer Einblick der hier gewährt wird und einem das Gefühl gibt zu verstehen.
Die schwere Atmosphäre von etwas Bedeutsamem, der Ruf einer Erkenntnis schleicht sich ein - "In Between Now And Then" soll helfen, die Wahrheit zu verinnerlichen: Der Weg ist das Ziel." (Freifeld Tontraeger)

Aufnahmen, Mix und Mastering: Alexander Yannilos
Artwork: Irene Reichart

Alle Fotos von Paul Zeiner.