Klio

Das Quartett KLIO widmet sich der Einfachheit.
Einfachheit bedeutet für KLIO auf alles zu verzichten, was nicht unbedingt notwendig ist. Raum zu lassen für die MusikerInnen und Zuhörenden, um so Teil des Klangerlebnisses zu werden. Dementsprechend sind die Kompositionen des Ensembles so angelegt, dass sie erst durch improvisierte Teile ihre volle Gestalt entfalten. Jedes Stück kann so immer wieder in seiner Form variiert werden und wird in dem Rahmen aufgespannt, der durch das schlichte Dasein aller Mitwirkenden - ob musizierend oder zuhörend - gebildet wird. Die Herausforderung für die MusikerInnen besteht darin, sich auf das Ungeplante und Unvorhersehbare einzulassen. Mut ist gefragt, Entscheidungen zu treffen, Taten zu setzen, zu führen, sich führen zu lassen. Oder einfach nichts zu tun.

Philipp Harnisch / Saxophon
Verena Zeiner / Klavier, Rhodes
Judith Ferstl / Bass
Mathias Koch / Schlagzeug

Fotos: Paul Zeiner

Über Klio

"Versenkung durch Verlangsamung, Tempo raus, Substanz rein, so funktioniert das titellose Debüt von Klio. Zwar wird das gesamte Album nahe am Jazz angesiedelt, den die vier studiert hatten. Aber allein durch den radikalen Verzicht auf den verlockenden Geschwindigkeitsrausch entsteht, verglichen mit 08/15-Jazzproduktionen, etwas Eigenes, etwas Autarkes, etwas Starkes. Ein Freifeld, so auch Name des Labels, wird von Klio beackert, mit Akribie,  offenem Horizont und viel Weitblick. Ein geländegängiges Fahrzeug ist das Vehikel von Harnisch/Zeiner/Ferstl/Koch, kein gängiges Modell, sondern ein vielversprechendes, für riskante Ausflüge ins Innere der Musik geeignetes. Sehr beachtlich."
(felix, Magazin freiStil, #72)

"Klio ist ein Album gelungen, das auf wundervolle Art die Seele berührt. Der warme Klang der Stücke umschmeichelt und packt einen mit sanfter Hand. Ist man einmal in das musikalische Universum eingedrungen, gibt es kein Zurück mehr. Man schwebt einfach mit und lässt sich bis zum Schluss betören. Ein wirklich schönes Klangerlebnis."
(Michael Ternai, MICA)
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"Das Quartett Klio, benannt nach einer griechischen Muse und bestehend aus vier bedeutenden, jungen AkteurInnen der österreichischen Szene, stellt seine Musik vor. Wer Verena Zeiner, Judith Ferstl, Philipp Harnisch und Mathias Koch kennt, kann sich sicher vorstellen, dass der Kuss der Muse sozusagen vorprogrammiert ist: eine Besetzung, auf die man sich freuen kann.
Allen vier eigen und doch gemein ist nämlich eine besondere Art die Komplexität zu zelebrieren, die der Einfachheit innewohnt. Ein tiefes Feld, das zu gleichen Teilen aus Ruhe und Spannung besteht und das nur zum Vorschein kommt, wenn versierte InstrumentalistInnen sich voll und ganz auf ihre gemeinsame Intention und Intuition verlassen."
(Alexander Yannilos, Freifeld Tontraeger)