Workshops

Improvisieren im Alltag

Der (berufliche) Alltag stellt uns vor vielfältige Anforderungen. Neben fachlichem Know-how, handwerklichen Fertigkeiten, Entscheidungssicherheit und Kommunikationsfähigkeit braucht es immer wieder Bereitschaft zur Flexibilität und zum raschen Reagieren auf Veränderungen. Wir sind dabei auf allen Ebenen angesprochen: intellektuell, emotional, körperlich.
Auch das Improvisieren im künstlerischen Kontext ist ein Prozess der auf diesen verschiedenen Ebenen stattfindet.
Um spontan handeln zu können sind Wissen, Handwerk und eine differenzierte Wahrnehmung ebenso notwendig, wie der Mut der Intuition zu vertrauen, um sich auf kreative Lösungen einzulassen.
Im Workshop werden wir von der Improvisation in Musik und Bewegung ausgehen und erforschen, wie wir künstlerische Prinzipien als lebens- bzw. berufspraktische Modelle nützen können um die Qualität und Erfordernisse eines Moments zu erfassen und damit Handlungsspielräume zu erweitern.

Es sind keine musikalischen Vorkenntnisse notwendig, nur die Bereitschaft und Lust sich ins kreative Feld zu begeben. Wer Vorerfahrung hat und möchte, kann dennoch ein Instrument mitbringen.
Bequeme bewegungstaugliche Kleidung ist von Vorteil!

Die unversiegbare Quelle

Photo: Gonzalo Cueva Churruarin

(The Everlasting Fount)

Der Einfluss des Körpers auf künstlerische Schaffungsprozesse

Die Momente, in denen Ideen scheinbar von selber und unaufhaltsam fließen und wir neue Musik, Tanz, Bilder, Texte oder andere Werke schaffen, sind die, die wir als KünstlerInnen herbeisehnen und mit offenen Armen empfangen.
Im Workshop werden wir Wege erforschen die dabei unterstützen diesen delikaten Raum zu öffnen, den kreatives und künstlerisches Schaffen braucht. Den Raum, in dem sich Flow ausbreiten kann. Statt nach äußeren Inspirationsquellen zu suchen, werden wir den Blick nach innen richten auf Körperrhythmen und Körperimpulse.
Die Sensibilisierung aller Wahrnehmungskanäle, das Kennenlernen des Körpers und das Wissen um körperliche Zusammenhänge kann sowohl den technischen Umgang mit Instrumenten verbessern, als auch die körperliche und geistige Ausdauer steigern und künstlerische Erfahrungen vertiefen. Mit dem Körper in Verbindung zu sein bedeutet im Hier und Jetzt zu sein. Die Voraussetzung für Schaffungsprozesse und die Entwicklung einer individuellen künstlerischen Sprache!

Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf Musik, aber auch KünstlerInnen anderer Sparten sind willkommen!

Bitte Intrumente mitbringen!

Deep Tone Diving

Photo: Werner Brunnbauer

Experimentieren mit den Facetten der (Muskel)Ton(us)skala in Bewegung und Musik und ihrer Wirkung aufeinander
In Kooperation mit Elisabeth Orlowsky (www.elisabethorlowsky.at)

Der Workshop richtet sich an alle, die an der Vernetzung von Musik und Tanz (bzw. Bewegung) interessiert sind.

Ausgangspunkt ist das Erforschen unterschiedlicher Spannungszustände im Körper und in der Musik über Improvisationen und hier vor allem der nuancierte Einsatz der Mittel um den Ton(us) zu beeinflussen. Es geht um das tiefe Eintauchen in Details, die das Zusammenwirken von Bewegung und Musik reichhaltig und vielseitig gestalten und um das Überbrücken von möglichen Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Bewegenden und Musizierenden.
MusikerInnen werden gebeten ihr Instrument mitzubringen!

Improvising - A Multidimensional Process

Aims: The workshop is aimed at exploring ways to expand individual improvisational abilities for artistic or pedagogical practice.

Format: We will do this through exercises and improvisation in music and movement. Please bring your instruments and comfortable movement clothing!

Content:
The most rewarding moments for improvising artists or pedagogues are when ideas flow in a constant stream and allow us to create artistic works or learning situations effortlessly. What appears to be an act of letting go is actually a highly complex process, especially when there are certain artistic or pedagogic goals. Not only does it require courage to trust what we feel is right for the moment but also a wide knowledge, distinctive cognitive abilities and instrumental skill.
To develop improvisational abilities I believe it is vital to be aware that the process is a multidimensional phenomenon and all dimensions need to be fed equally.
A question that consistently appears in my artistic and pedagogical work is how we can shift between these dimensions when we improvise. Or, can we be present in all of them at the same time?
I suggest we let our bodies lead the way and connect to somatic rhythms and impulses. By enhancing body awareness and broadening perceptivity it will be possible to connect to the present moment and open up to the delicate state of mind where intuition takes over. An intuition well-fed by a broad perception - by information and emotion, expressed in an individual artistic language.